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Warum die Ermächtigung der Frauen die Lösung zur Bekämpfung der Armut ist

Daniela Tapprest | Mifuko

Extreme Armut, d.h. Menschen, die mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag leben, ist in 25 Jahren enorm zurückgegangen - von 36% der Weltbevölkerung im Jahr 1990 auf 10% im Jahr 2015. Seit 2013 hat sich der Rückgang jedoch verlangsamt, und immer mehr der extremen Armut konzentriert sich auf bestimmte Regionen. Eine solche Region ist das Afrika südlich der Sahara, wo Prognosen zufolge bis 2030 fast 9 von 10 der extrem Armen leben werden.

Noch beunruhigender ist, dass die Armut nicht gleichmäßig zwischen den Geschlechtern verteilt ist: 70% der Armen in der Welt sind Frauen, obwohl Frauen nur 50% der Weltbevölkerung ausmachen. Darüber hinaus leisten Frauen 70% der weltweiten Arbeitsstunden und verdienen nur 10% des Welteinkommens. Ein Grund dafür ist, dass die Arbeit, die Frauen leisten, oft unbezahlt ist, wie z.B. Hausarbeit und Selbstversorgung in der Landwirtschaft.

Diese Zahlen legen nahe, dass wir uns auf die Förderung von Frauen konzentrieren sollten, um die Armut zu verringern. Studien zufolge wird zudem das Einkommen, das Frauen verdienen oder das unter ihrer Kontrolle steht, oft gerechter innerhalb der Haushalte verteilt als das Einkommen der Männer und wird für jene Ausgaben verwendet, die die Ernährung, Gesundheit und das Wohlbefinden der Familie besser gewährleisten. Frauen sind auch eher risikoscheue Unternehmerinnen und besser in der Lage, Mitgefühl in die Geschäftspraxis zu integrieren. Investitionen in Frauen bringen erhebliche soziale Erträge, verbessern die Überlebenschancen der Kinder und verringern die Fruchtbarkeit, was dazu führt, dass die Familien kleiner werden und somit weniger Münder zu ernähren sind. Länder, die in die Bildung von Mädchen investieren, haben auch niedrigere Raten von HIV- und AIDS-Müttersterblichkeit, und Frauen sind besser in der Lage, sich an der Politik zu beteiligen und eine gute Arbeit zu finden.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Stärkung der Frauen nicht zur Gleichstellung der Geschlechter führen wird, wenn die Männer vergessen werden. Armutsbekämpfung kann nicht gerecht sein, wenn sie sich allein auf die Anstrengungen der Frauen stützt, zumal sie bereits die Verantwortung für Kinderbetreuung, landwirtschaftliche Arbeiten und andere wesentliche Tätigkeiten tragen. Männer von der Beteiligung an diesem Vorhaben auszuschließen, kann sie von der Zusammenarbeit in diesem Kampf entschuldigen und/oder entfremden. Deshalb sollten Väter, Ehemänner und Brüder ermutigt werden, sich an den Bemühungen zu beteiligen, die ihnen beibringen, wie man positive Beziehungen und elterliche Fähigkeiten aufbaut. Durch die Zusammenarbeit mit den Männern im Leben der Frauen können schädliche Geschlechternormen, die Frauen an den Rand drängen, verändert werden.

Mifuko arbeitet mit über 600 Handwerkern im ländlichen Kenia zusammen, die meisten von ihnen sind wirtschaftlich benachteiligt. Die Mehrheit der Handwerker sind Frauen im Alter zwischen 29 und 70 Jahren, aber es steht allen Erwachsenen unabhängig vom Geschlecht frei, sich den Gruppen anzuschließen und mit der Herstellung von Körben zu beginnen. Die meisten Handwerkerinnen und Handwerker verdienen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich als Bäuerinnen und Bauern und stellen Mifuko-Körbe her, wenn sie Freizeit haben. Da die Kunsthandwerker in Selbsthilfegruppen arbeiten, ist das Flechten von Körben ein wichtiger Ort der Geselligkeit. Die Herstellung von Kiondo-Körben ist auch für schwangere Frauen und stillende Mütter, die wieder arbeiten, sicher.

Mit Hilfe des zusätzlichen Einkommens, das durch die Herstellung von Kiondos erzielt wird, können es sich die Familien leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken, anstatt sie zur Arbeit schicken zu müssen. Das durch das Flechten von Körben erzielte Einkommen wird auch für den Kauf von Lebensmitteln und Kleidung, die Gründung eines Geschäfts wie z.B. eines Lebensmittelladens, den Kauf von Land oder Nutztieren verwendet. Die Handwerker erhalten für einen Mifuko-Kiondo-Korb einen höheren Preis, als sie durch den Verkauf ähnlicher Körbe auf einem lokalen Marktplatz verdienen würden. Mifuko bezahlt 50% für die Arbeit im Voraus und 50% danach mit M-Pesa, einem kenianischen, auf Mobiltelefonen basierenden Geldtransfersystem. Mifuko zahlt auch die Transaktionsgebühren.

Quellen: